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big love!

12. Juli 2011

leise klopfe ich an die zimmertür meines patenkinds und schieb sie einen kleinen spalt auf ''süße?'' meine stimme ist vorsichtig und leise,aber ihre mutter hat gesagt, sie schläft nicht. vorsichtig stecke ich meinen kopf durch die tür und schleiche mich schließlich an ihr bett. sie dreht sich um und ich sehe ein kleines lächeln ''marie'' sie spricht leise, aber ich merke, dass sie froh ist, dass sie besuch hat. sie ist blass und dünn, richig dünn. man merkt, dass sie tagelang nichts gegessen hat, dass sie nicht an der frischen luft war und nur im bett lag. vorsichtig streichel ich ihr über ihre kleinen, weichen wangen ''du wirst bald wieder gesund,glaub mir'' sie nimmt meine hand und drückt sie an ihren körper,sie atmet einmal tief durch und schließt die augen ''marie,kannst du mir was vorsingen? mein lieblingslied von dem kleinen mädchen?'' ich fange an zu grinsen. sie wollte immer, dass ich ihr was vorsinge, aber ich habe mich nie getraut. es war immer jemand dabei und das kann ich nicht, ich bin nicht so ein mensch, der solch ein selbstbewusstsein hat. aber jetzt war niemand da, ihr giung es schlecht und ich wollte das ändern, so schnell wie möglich. ich drehte mich um und drückte die augen zusammen. bitte marie, fang nicht an zu weinen. wieso musste ich auch bei diesem lied immer an ihn denken? wieso, sagt mir bitte bitte wieso? ich nahm meinen mut zusammen und fing vorsichtig an zu singen

 

 in der mitte des lieds hörte ich auf zu singen und wischte mir die kleinen tränen weg. ich drehte mich wieder zu ihr und sah, wie sie weinend in ihrem bett lag. sie stand vorsichtig auf und stampfte tapfer zu mir und klammerte sich an mein bein ''marie du bist so toll, ich hab dich so lieb. du bist meine beste freundin, bleib immer bei mir und geh nicht weit weg wie opa ok?'' ich war sprachlos, und mir liefen die tränen übers gesicht. ein kleines mädchen, grade 7 jahre alt geworden berührte mich mehr als irgendwas, mit ganz einfachen worten. ich nahm sie auf den arm und ging mit ihr ans fenster ''ich pass immer auf dich auf, das versprech ich dir'' ich schaute aus dem fenster, in der hoffnung das mein papa jetzt auf mich herunterschaut. das hast du auch zu mir gesagt, papa. und du hast es eingehalten, du bist immernoch hier - in meinem herzen. und ich weiß, dass du ganz stolz auf mich bist. genauso stolz wie ich auch mein patenkind bin. bitte pass auf mich auf

Kommentare:

  1. Das lied ist wunderschön. Es hat mich zum weinen gebracht...es ist traurig, dass du deinen Vater verloren hast aber richtig schön, dass du weißt dass er noch immer bei dir ist. Solange du ihn nicht vergisst und an ihn denkst wird er immer bei dir sein.

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